Positives Denken im LebensProfi-Konzept

Wir leben in einer Welt voller Dualismen. Wo schwarz ist, ist auch weiß, wo gut auch böse, hell - dunkel, positiv - negativ usw.. Das ist Teil unseres Lebens und normal.
Nun neigen wir Menschen von Natur aus offenbar dazu, die dunklen Seiten in uns und um uns herum zu betonen, sie verstärkt wahrzunehmen. Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, wie viele negativen Nachrichten es in dieser Welt gibt? Oder wie viele Filme um irgendwelche Katastrophen, Endzeit- oder Horrorgeschichten gedreht werden?
Natürlich liegt dies auch daran, dass sich diese Dinge besonders gut verkaufen lassen: Kriminalfälle, Terroranschläge, Unwetter mit katastrophalen Folgen und aufsehenerregend Negatives wird nun einmal besonders nachgefragt. Wie gesagt: wir neigen dazu
Was aber löst diese Betonung der negativen Seite in uns dauerhaft aus?
Wir konzentrieren uns gern auf die Negativa unseres Lebens: schlechtes Wetter, geringerer Verdienst, alles wird sowieso nur mieser. Dabei stöhnen viele von uns auf relativ hohem Niveau, und uns müsste bei näherem Hinsehen auffallen, dass wir häufig dabei relativieren: geringer, weniger, schlechter. Das heißt, wovon? Ist das, was bleibt, schlecht, nicht mehr ausreichend, miserabel, ungeeignet? Oder sind wir nur anderes gewohnt (gewesen)? Auf wie hohem Niveau stöhnen wir eigentlich? Worüber meckern wir? Ich spreche auch von denen, deren Lebensniveau gegen eine untere Grenze tendiert, die man bei uns als untere Lebenshaltungskosten definiert.
Und was heißt das für uns als LebensProfi?
Müssen wir uns die vielen negativen Nachrichten und Endzeitdramen auch noch antun? Wie wäre es, wäre man bereit, das Positive im Leben intensiver zu erleben und sich damit positiver zu stimmen?
Ich will hier nicht das vor etlichen Jahren proklamierte "Positive Denken" wieder aufleben lassen, dessen schlechte Auswirkungen waren, dass Menschen auch den größten Problemen und Konflikten noch positive Akzente entlockten und dadurch den Blick für die Realität verloren. Wenn etwas schlecht läuft, ist es zu analysieren, damit die Fehler für das kommende Mal vermieden werden können. Also ist das einzig Positive an Fehlern, das man daraus lernen kann und sie zu Verbesserungen animieren. Die Situation selbst ist und bleibt trotzdem negativ. Aus einem Regentag, an dem ich nass werde, lässt sich kein Tag mit Sonnenschein zaubern; ich kann nur lernen und vorsorgen, am nächsten Regentag gewappnet und passend angezogen zu sein. Es sei denn, ich bekomme eine andere Meinung über Regen, weil dieser auch wichtig ist und seine natürliche Funktion hat
Und: Was hindert mich - außer ich selbst, mein Denken und Fühlen - daran, den Sonnenschein grundsätzlich als solchen wahrzunehmen, das Erfüllen der Grundbedürfnisse, wie die Wärme, die die Sonne spendet - auch ohne Solarium -, die Wärme der Wohnung - auch ohne Fußbodenheizung -, die Kleidung - auch ohne Boss-Kleider - und die Möglichkeit, mich frei zu bewegen in dieser Gesellschaft zu erkennen und wenn es mehr ist, und dann auch noch zusätzlich, mich auch darüber zu freuen? Schauen wir uns doch einen erfrischenden Film an, verzichten wir auf die Vielzahl der Nachrichten und reduzieren dadurch unsere negativen Umwelteinflüsse nicht nur geringfügig!

Ein LebensProfi ist ein idealistischer Realist!
Packen wir es an

Werner Schümchen
im Mai 2004
 
LebensProfi